b e c o m i n g   a   f l o w e r

Vor etwa sechs Jahren begann meine Yoga-Reise aufgrund rheumatischer Schmerzschübe, von denen mir die westliche Medizin nicht abhelfen konnte. Mein chinesischer Arzt empfahl mir Yoga und hier begann die Magie. Ich habe mich sofort ins Yoga verliebt, weil mein Körper sich irgendwie an etwas zu erinnern schien, das lange verborgen war. Es linderte nicht nur die körperlichen Schmerzen, sondern es eröffnete sich mir eine feinere Welt und ich nahm Yoga als meine tägliche Medizin an.

 

Ein Jahr später brachte mich mein Studium nach Indien und anstatt zurück zu fliegen, entschied ich mich zu bleiben. Während dieses Jahres studierte ich in verschiedenen Yoga-Schulen und Ashrams bis ich schließlich in einem buddhistischen Kloster einen wohltuenden Brunnen fand, verschiedene Meditations-Retreats machte,  und von dessen Lehren und Erfahrungen bis heute speise. 

 

Ich bin Schweizerin, habe aber immer im Ausland gelebt. Ich fühle mich überall zu Hause, wo das Herz ist und wenn die Sonne meine Hand hält. Meines geliebter Vater zeigte mir schon früh so früh die Buntheit und Vielfältigkeit unserer Welten. Er teilte auch seine Leidenschaft für die persische Kultur mit mir, die mich den Islam und seinen mystischen Weg erkunden ließ...

 

Nach ein paar Jahren fing ich an, mit meiner yogischen Praxis zu kämpfen. Ich hatte zwar qualifizierte Anweisungen, aber ich fühlte immer wieder, dass etwas fehlte. Mein Körper machte fortgeschrittene Asanas, aber ich kämpfte wahres Wohlsein zu sein finden. Es fiel mir sehr schwer diese Ungemütlichkeit in Worte zu fassen, auch weil ich dachte es läge wohl an mir... Statt Leichtigkeit, Weichheit und Freiheit, erlebte ich Yoga als starr, voller Regeln, Zwänge, Ernsthaftigkeit oder aufgesetzter Positivität. Aber sollte es mir nicht innere Leichtigkeit und Freude beschaffen? Sollte das Sitzen in der Meditation nicht leichter und bequemer werden? Aus der Not heraus, fand ich zum Tanz, wollte mich frei tanzen und befreite mich von zurückhaltenden Mustern. Erst heute verstehe ich was mir fehlte und erkenne, dass ich nach Einfachheit und Annahme suchte. 

 

Aber erst als ich meiner jetzigen Yogalehrerin Sandra Sabatini, Gott segne sie, durch Zufall begegnete, erwiderte sie meine Zweifel und brachte mich dazu meine Fragen zu akzeptieren. Ihre Anweisungen füllten meine leeren Räume und ließen mich mit jedem Atemzug ständig neue Wege in mir entdecken. Zurzeit habe ich zwar einige extravagante Asanas aufgegeben, stattdessen aber eine unbeschreibliche mentale und physische Freiheit gefunden, die bis weit über den Alltag hineinreicht. Daher möchte ich mein Yoga teilen. Es geht nicht darum etwas Besseres oder Anderes zu werden, sondern sich der eigenen Natur und somit dem Ganzen zu nähern.

 

Dank all meiner wertvollen LehrerInnen und FreundInnen hat mich Yoga zum Blühen gebracht. Es hat mich von einem introvertierten, pessimistischen, lebenszweifelnden Jugendlichen in eine offenherzige, optimistische, lebensliebende weibliche Frau verwandelt, die sich auf jeden Tag freut. Mein einziger Wunsch ist es, diese tiefe Zufriedenheit weiterzugeben, da wir alle den Samen zum Gedeihen in uns tragen, manchmal braucht es nur etwas Bewässerung.

 

qualifikationen

 

2019      Manager am The Yoga Health Mandala 200 hrs Teacher Training, Goa/UK

2018      200 hrs The Yoga Health Mandala Teacher Training, Goa/UK  

2017-     Sufi Tanz Training mit Sufimeisterin Rana Gorgani, Paris

2016-     > 200hrs Mentor-Beziehung mit der Yogalehrerin

               Sandra Sabatini, Florenz

2016      Yogatherapie Seminare mit Dr. Günter Niessen, Berlin  

2015       200hrs Sivananda Yoga Teacher Training, Deutschland

2015       BA in Philosophie & Kunstgeschichte, Deutschland

2010      Bildende Kunst Akademie, Antwerpen

zusätzliche Erkundungen in Feldenkrais, Thich Nhat Hanh

Continuum movement, Tanz & Tanztherapie